Baudenkmalpflege Bauch

Restaurierung und Spezialarbeiten

Konzeption – Betreuung – Dokumentation

Kunststein

Wie der Name schon andeutet handelt es sich bei den Kunststeinen im Gegensatz zu Natursteinen um von Menschenhand künstlich geschaffene Steinprodukte. Diese werden aus aus Bindemitteln und Zuschlagstoffen und teilweise unter Verwendung von Bewehrungseisen hergestellt. Die Bindemittel können mineralisch (Zement, Kalk) oder kunstharzgebunden sein. 

Kunststein allgemein

Die Restaurierung von Beton- und Kunsteinoberflächen tritt bei der Instandsetzung von Kulturdenkmälern aus dem 20. Jahrhundert verstärkt auf. Dabei kann es sich um gegossene und stahlbewehrte Plastiken oder um geschliffene und polierte Architekturoberflächen handeln.
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Pisesteine

Pisesteine wurden in der Mitte des 19. Jahrhunderts durch Einbringen von Lehm- oder Kalkmörtel in eisernen Formen hergestellt. Die Pisesteine stellten eine Sparbauweise für ländliche Bauten in Ermangelung von gebrannten Tonsteinen dar. Die Haltbarkeit der Pisesteine ist mit der eines Kalkmörtels vergleichbar.
Zur Konservierung von Bauten aus Pisesteinen können Injektagen und oberflächliche Flutungen mit Steinfestigern auf Kieselsäureethylesterbasis angewendet werden.

Romanzement

Ende des 18. Jahrhunderts also weit vor der Erfindung des eigentlichen Zementes wurde nach wasserbeständigen (hydraulischen) Bindemitteln gesucht. Der Romanzement wurde 1796 durch James Parker patentiert, wobei es sich nicht im heutigen Sinne um einen Zement handelt. Es handelt sich vielmehr um hochhydraulische Kalke, welche unterhalb der Sintergrenze gebrannt wurden. Der Romanzement enthält 15-30% Tonerde und hat im gebrannten Zustand einen Hydrauleanteil von bis zu 40%. Weiter Eigenschaften sind seine hoho Porosität bei hoher Festigkeit und hohem Elastizitätsmodul. Aufgrund seiner ausgezeichneten Witterungsbeständigkeit wurde er für Verfugarbeiten, Bauzierelemente und Gesimse verwendet.

Sorelzement

Mitte des 19. Jahrhunderts führte die Suche nach hydraulischen erhärtenden Kunststeinen zur Erfindung eines Säure-Base Zementes, dem nach seinem Erfinder Stanislaw Sorel benannten Sorelzement. Als Säure fungiert Magnesiumchlorid, als Base Magnesiumoxid.
Es entsteht Magnesiumoxychlorid. Die schnelle Frühfestigkeit und hohe Endfestigkeit zeichnen den Sorelzement aus. Allerdings ist das Chlorid aus dem Sorelzement durch Wasser auswaschbar und führt zu Entstehung von bauschädlichen Salzen mit den bekannten Folgeerscheinungen.

Hauptverwendungsgebiet des Sorelzementes waren Fußböden. Am bekanntesten sind die in der Nachkriegszeit bekannt gewordenen Steinholzbeläge bei welchen dem Magnesitbinder erhebliche Mengen Holzmehl beigegeben wurden.

Portlandzement

Schon die Römer wussten beim Bau den Pantheon in Rom einen gebrannten Kalk namens Opus Caementitium einzusetzen, welcher ein betonartiges Mauerwerk hervorbrachte. Durch Zusatz von Vulkanasche und Ziegelmehl (latent hydraulische Bindemittel) zu gebranntem Kalk wurden die ersten hydraulischen Bindemittel mit der Eigenschaft der Unterwasserhärtung geschaffen und für den Bau von Aquadukten verwendet.
Als Patentanmelder für den Portlandzement gilt der Engländer Joseph Aspid (1778-1855). Die Bezeichnung Portlandzement stammt von dem auf der Halbinsel Portland abgebauten Kalkstein, welcher als Werkstein abgebaut wurde und den aus Portlandzement gefertigten Kunstprodukten farblich ähnlich war. Dieser "Portlandzement" war jedoch noch kein Zement im heutigen Sinne sondern lediglich künstlich hergestellter Romanzement.
Erst durch das Verfahren des Sinterns im Jahr 1844 wurde der echte überbrannten Portlandzement in das Baugewerbe eingeführt und aufgrund seiner Härte und Dauerhaftigkeit den Romanzement schnell verdrängte.
Mit Gründung der ersten Zementwerke um 1850 wurde der Baustoff in Deutschland verfügbar.

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